19. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Vom Winde verschmäht!
Die 6. Wettfahrt
Der Start der Wettfahrt war für 08:30 Uhr festgelegt. Da hieß es früh aufstehen, schnell frühstücken und noch schneller auftakeln, um pünktlich am Start zu sein.

Beim auftakeln
Ablegen! Plötzlich ging eine Nachricht von Boot zu Boot. Die Wettfahrtleitung hatte festgelegt: „Heute keine Wettfahrt mehr! Zu wenig Wind!“. Wir sahen uns auf der „No. 7“ etwas ungläubig an. Und sicherlich ging es nicht nur uns so, wollte doch der eine oder andere noch eine Scharte auswetzen und sich mit einem guten Lauf verabschieden.

Segel ohne Wind
Insbesondere hätten zwei Crews, die „Preussen“ aus Potsdam, welche in der Zwischenabrechnung auf Platz 1 lag, und die „Resi“ vom Teterower Seesportverein, den Gesamtsieger der Regatta unter sich ausmachen können. Wir alle aber wurden vom Winde verschmäht.
Abschied
Kurs auf die Mole nehmend, auf welcher der Kran unseren und alle anderen Segelkutter aus dem Wasser hieven würde, freuten wir uns über unseren Ergebnis - Dritter der Deutschen Meisterschaft im Kuttersegeln und Dritter der 123. Marinekutterregatta – und im dritten Jahr in Folge würde eine Segelcrew aus Rangsdorf auf dem Treppchen stehen. Nun hieß es noch abtakeln und das Rigg reisefest verstauen, das Boot auf dem Trailer verzurren. Leider mussten die Ersten unserer Besatzung jetzt Abschied nehmen, forderten die weite Anreise, berufliche und familiäre Pflichten diesen Tribut.
Für den Abend war die Siegerehrung bestimmt. In würdigem Rahmen erhielten Sieger und Platzierte Pokale und Medaillen:

Bei der Siegerehrung

Drei von Sieben von der „No. 7“
Wir freuen uns heute schon auf das kommende Jahr. Dann zur 124. Marinekutterregatta in Kiel.
Ergebnisse

Kieler Woche 2012 Ergebnisse
Tags: Kutter · Regatta
18. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Wir segeln dem Teufel ein Ohr ab!
Warmup vor der Wettfahrt
Das Wichtigste ist auch für den Segler das Frühstück. Sonne, der pünktliche Brötchenlieferservice, hier nochmals vielen Dank an Klaus aus Greifswald, und frisch gebrühter Kaffee machen auch hier in Kiel jeden Morgen zu einem guten Morgen. Die Besatzung saß noch frühstückend an der Back, als die Nachricht die Runde machte, dass zu der Zeit, wenn die Segelkutter auf dem Wasser sind, mit Windgeschwindigkeiten von 50 km/h zu rechnen ist. Einen Segelkutter zu sechst auszureiten schien mehr als fraglich. Weshalb wir kurzfristig Verstärkung von den Erfurtern holten. Andreas wurde die Nummer 7 auf der „No. 7“.
3. Wettfahrt
Schon mit Verlassen der schützenden Molen des Tirpitzhafens am späten Vormittag war klar, dass es selbst mit sieben Seglern an Bord viel Können erfordern wird, die Wettfahrt ohne Wasser übernehmen zu bestehen. Der Start war nicht glücklich, berührten wird doch die Starttonne. Der Schiedsrichter ahndete dies sofort. Die Strafe in solch einem Fall ist die 360 Grad-Drehung mit dem Boot, auch Kringel genannt. Wieder ging es dem Feld hinterher. Während der Aufholjagd hatte eine Boe das Boot heftig gekrängt und einiges Fördewasser floss ins Boot. Lenzen und weitersegeln. Lohn der Anstrengungen war dann ein dritter Platz in der Wettfahrt. Auch andere Boote hatten Wasser übergenommen, Schäden an Segeln oder Ausrüstung davon getragen. Auf einem Boot der parallel startenden Offenen Klasse kam es zu einem Mastbruch, wodurch sofortige Reparaturarbeiten nötig wurden.

Wilfried K. bei der Reparatur
Erschöpft fuhren wir wieder in den Hafen, um uns während einer längeren Pause zu erholen. Besonders hart traf es jedoch die Besatzung der Pamir, die kenterte und abgeborgen werden musste. Keinem aus der Besatzung der Pamir war etwas geschehen und so konnten sie die noch kommenden beiden Wettfahrten des Tages bestreiten.
4. und 5. Wettfahrt
Der Nachmittag hatte nicht das erhoffte Abflauen des Windes gebracht. Als um 15:00 Uhr die vierte Wettfahrt angeschossen wurde, war der Wind wieder stark und böig. Nach dem Start im Mittelfeld liegend hatte das Können schlussendlich wieder zu einem dritten Platz in der Wettfahrt gereicht. Die anschließende fünfte Wettfahrt war dann nicht ganz so erfolgreich. Ein verkürzter Kurs und der direkte Kampf mit den Konkurrenten ließen uns den Lauf als Zehnte beenden.

Einlaufen in den Tirpitzhafen
Erschöpft und glücklich über zwei erfolgreiche Tageswettfahrten liefen wir den Tirpitzhafen an und machten das Boot fest. Beim abendlichen Grillen konnten wir den Tag Revue passieren lassen und der eine oder andere hatte schon das Fußballspiel der EM im Sinn.

Vorbereitung für das Grillen
Zum Schluss noch die Tagesergebnisse der beiden Rangsdorfer Boote im Überblick.
| Wettfahrt | 3 | 4 | 5 | Gesamt |
| No.7 | 3 | 3 | 10 | 3 |
| Medusa | 5 | 12 | 7 | 6 |
Tags: Kutter · Nachrichten · Regatta
17. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Kieler Woche – Tag Eins
Tut, tut – wer war denn nun Dritter?
Die Kieler Woche ist immer wieder für Überraschungen gut. Das ging in diesem Jahr leider schon beim Kranen los. Erst drei der neunundzwanzig gemeldeten Boote waren im Wasser, als der Kran nicht mehr konnte. Ölverlust im Hauptzylinder – nichts ging mehr. Somit war der Plan, den Freitag zu nutzen mit dem Kutter nach Laboe zu segeln, schon mal ins Wasser gefallen. Am Nachmittag waren dann die restlichen bereits angereisten Boote mittels eines Ersatzkrans doch noch im Wasser.

Anstehen am Kran
Der Samstag begann für Kiel eher untypisch mit Sonnenschein. Da machte das Frühstück richtig Spaß. Wichtiger Punkt des Vormittags war die Eröffnung der 123. Marinekutterregatta. Diese wurde wie jedes Jahr von den Veranstaltern routiniert durchgeführt. Alte Bekannte trafen sich wieder.

Eröffnung der 123. Marinekutterregatta
Erste Wettfahrt
Für den Nachmittag waren für unsere Segelkutter zwei Wettfahrten angesetzt. Wolken, Wind und Regen wurden dazu auf dem Regattafeld aufgetischt. Es herrschte großes Gedränge an der Startlinie, beim dem die ‚No. 7‘ einen Frühstart hinlegte. Das bedeutete für Boot und Mannschaft, dass es die Startlinie ein zweites Mal queren musste.

Kursbahn
Es begann eine tolle Aufholjagd und es gelang der ‚No. 7‘, sich vom letzten Platz im Regattafeld beim Start bis zur Zielkreuz an den Dritten im Feld heranzusegeln. Herzschlagfinale! Tut, tut ging das Schallsignal für den Zieldurchgang der Boote. Keiner auf den beiden Booten konnte sagen, wer vorn lag. Schlussendlich hatte die ‚No. 7‘ dann den vierten Platz erkämpft. Die gut gestartete Besatzung der ‚Medusa‘, das zweiten Rangsdorfer Bootes, überquerte als Zwölfte die Ziellinie.
Zweite Wettfahrt
Diesmal war der Start geglückt, im Vorderfeld mitsegelnd, wurde ein zweites Mal der Kurs gerundet und beide Rangsdorfer Boote konnten sich an der Spitze des Regattafeldes halten. Eine Regenwand mit Schauern und starken Böen wirbelte das Feld der Segelkutter ordentlich durcheinander. Nicht ganz ohne Blessuren konnten sich die ‚Medusa‘ und die ‚No. 7‘ durch dieses Wetter kämpfen. Etwas Wasser lief Lee herein, als die Boote in einer starken Boe weit zur Seite kränkten. Auf der ‚Medusa‘ wurde die Fockschot beschädigt und der Spinnakerbaum ebenfalls. Allen Widrigkeiten zum Trotz stürmten die ‚No. 7‘, gefolgt von der ‚Medusa‘, als Zweite und Dritte des Laufes über die Ziellinie. Ein tolles Ergebnis für unsere beiden Boote.

Kutter und Besatzung erschöpft
Am Abend beim Essen wurden die beiden Wettfahrten analysiert, oft mit viel Ironie wurde über das Erlebte gesprochen. Denn über allem stehen der Spaß am Segeln und die tolle Atmosphäre von Kiel.
Marcel Stock
Stand nach dem ersten Tag:
| Wettfahrt | 1 | 2 | Gesamt |
| No.7 | 4 | 2 | 2 |
| Medusa | 12 | 3 | 7 |
Tags: Kutter · Nachrichten · Regatta